22. Feb 2007, 15:55 Lange hat man darauf gewartet und nun ist es soweit: Der erste freie NTFS-Treiber ist endgültig in Version 1.0 vom Entwickler Szabolcs Szakacsits zum Download freigegeben worden. Lese- und Schreibzugriffe auf NTFS-Volumen sind nun auch direkt unter Linux oder MacOS möglich.
Laut seinen Aussagen und zahlreichen Tests
unterstützt dieser Treiber gegenüber dem offiziellen Kernel-Treiber
alle üblichen Szenarien vom Erstellen bis zum Löschen von Dateien.
Vorbei sind somit die Zeiten, in denen Nutzer von heterogenen
Umgebungen mit Windows
und Linux Umwege über das mittlerweile veraltete FAT32-Dateisystem
machen mussten. Das war für die meisten PC-Besitzer bislang die
einzige, praktikable Methode, um Dateien für beide Welten bereit zu
halten, auch wenn es daneben natürlich noch andere Wege gab. Diese
wurden aber eher von Profis eingesetzt, und eigneten sich nicht immer
für den Durchschnitts-User.
Der nun als stabil zum Download freigegebene Dateisystem-Treiber ntfs-3g verwendet FUSE
(Filesystem in Userspace) und läuft somit nicht direkt im
Kernel-Kontext sondern muss vielmehr einen Umweg machen. Zu einem
lauffähigen Betrieb empfiehlt der Entwickler dringend Version >= 2.6
von FUSE zu verwenden. Die Projektseite
gibt einen Überblick über die bereitgestellten Binärpakete zum direkten
Installieren in den jeweiligen Distributionen. Neben anderen sind dort
bereits jetzt bekannte Namen wie beispielsweise Ubuntu, Gentoo und
Fedora zu finden.
Für Benutzer von noch nicht mit Binärpaketen versorgten Distributionen bleibt natürlich noch immer die Möglichkeit der manuellen Installation. Hierfür steht eine kompakte .tgz-Datei mit nur 550 KB Größe zum direkten Download bereit.